Das mit rund 130 Seiten kurze, aber deswegen nicht weniger bewegende und beeindruckende Werk ist die autobiografische Erzählung eines Bauernjungen aus dem Sanglakh-Tal in Afghanistan, der im Alter von neun Jahren zusammen mit einem seiner Brüder von den Taliban verschleppt wird. Die Brüder werden getrennt und sehen sich fortan nie wieder. Yousuf wächst in der Folge in verschiedenen Arbeitslagern unter brutaler Gewalt und in extremer Armut auf, zuerst als Arbeitssklave bei Teppichknüpfern, später dann, als er älter und kräftiger ist, in den Kohlenminen. Mehrfach versucht er, sich das Leben zu nehmen. Schliesslich gelingt ihm im letzten Moment eine verzweifelte Flucht, auf der er sich über verschiedene Stationen (Iran, Türkei, Griechenland) bis in die Schweiz durchschlägt, wo bereits ein anderer Bruder Asyl erhalten hat. Endlich in der Schweiz angekommen, lernt er mit Hilfe von YouTube Deutsch, absolviert zunächst eine Attestlehre in der Gastronomie, macht später dann das EFZ, was ihm ermöglicht, später sein eigenes Restaurant zu eröffnen. Heute ist Eni Yousuf anerkannter Flüchtling. Alles in allem ist das Buch eine eindrückliche Schilderung der unmenschlichen Behandlung unzähliger Kinder- und Arbeitssklaven durch die Taliban sowie der gefährlichen Flucht über die Balkanroute nach Europa.
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