Drei Jahre KV-Lehre – Mein persönlicher Rückblick, Lucas Tofolo

Es kommt mir vor, als hätte ich erst vor Kurzem meinen ersten Arbeitstag gehabt und mich gefragt, wie der Drucker überhaupt funktioniert. Heute liegen die Abschlussprüfungen bereits hinter mir. Die letzten drei Jahre waren voller neuer Eindrücke, spannender Herausforderungen, wertvoller Erfahrungen und unvergesslicher Momente. In diesem Blogbeitrag schaue ich auf meine Lehrzeit zurück und erzähle, was mich besonders geprägt hat.

In Kürze
  • Die KV-Lehre war abwechslungsreich, spannend und lehrreich.
  • Besonders geschätzt habe ich die Einsätze in verschiedenen Abteilungen und die Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Menschen. 
  • Das zweite Lehrjahr war für mich die grösste Herausforderung.
  • Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und auch in schwierigen Situationen dranzubleiben.

Die KV-Lehre empfehle ich anderen Jugendlichen definitiv weiter.

Ein Rückblick

Wenn ich an meine drei Lehrjahre zurückdenke, wird mir bewusst, wie sehr ich mich in dieser Zeit weiterentwickelt habe. Zu Beginn war alles ungewohnt. Ich war aufgeregt, wollte einen guten ersten Eindruck hinterlassen und wusste noch nicht genau, was mich in der Arbeitswelt erwarten würde.

Während meiner Ausbildung eignete ich mir nicht nur fachliches Wissen an, sondern entwickelte mich auch persönlich weiter. Ich lernte, Verantwortung zu übernehmen, Aufgaben selbstständig zu erledigen und konstruktiv mit Feedback umzugehen. Besonders anspruchsvoll war für mich das zweite Lehrjahr. Die Anforderungen nahmen zu und gleichzeitig gab es auch privat einige Herausforderungen. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie wichtig Ausdauer ist und dass sich Schwierigkeiten Schritt für Schritt bewältigen lassen.

Im Nachhinein waren es oft gerade die anspruchsvollen Situationen und die Fehler, aus denen ich am meisten gelernt habe. Sie haben mir gezeigt, dass persönliche Entwicklung Zeit braucht und niemand von Anfang an alles perfekt beherrscht.

Neben den fachlichen Erfahrungen bleiben mir vor allem die Menschen in Erinnerung, die mich während meiner Lehrzeit begleitet haben. Meine Berufsbildnerinnen, Arbeitskollegen: innen und Mitschüler haben mich unterstützt und einen wichtigen Beitrag zu meiner Entwicklung geleistet.

Heute, nach dem erfolgreichen Qualifikationsverfahren, kann ich mit Stolz auf diese drei Jahre zurückblicken.

Was mir besonders gefallen hat

Besonders spannend fand ich die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen kennenzulernen. Jede Station brachte neue Aufgaben, abwechslungsreiche Tätigkeiten und andere Herausforderungen mit sich. Dadurch blieb die Ausbildung interessant und ich konnte viele unterschiedliche Einblicke gewinnen.

Auch die Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskollegen: innen hat meine Lehrzeit bereichert. Gemeinsame Ausflüge, lustige Situationen im Büro und spontane Gespräche sorgten für viele schöne Erinnerungen. Oft waren es gerade die kleinen Momente im Arbeitsalltag, die den grössten Unterschied gemacht haben.

Einige Telefonate mit Kundinnen und Kunden sind mir ebenfalls in Erinnerung geblieben. Manche Gespräche verliefen völlig anders, als erwartet und sorgten später im Team immer wieder für ein Schmunzeln.

Was mir weniger gefallen hat

Natürlich gab es auch Situationen, die weniger angenehm waren. Manchmal ärgerte ich mich über Fehler, die mir trotz meines Wissens erneut passiert sind.

Auch Zeiten mit vielen Prüfungen, schulischen Aufgaben und betrieblichen Terminen waren teilweise sehr intensiv. Wenn Schule, Arbeit und private Verpflichtungen gleichzeitig viel Aufmerksamkeit verlangten, war gutes Zeitmanagement gefragt.

Was ich für die Zukunft mitnehme

Die wohl wichtigste Erkenntnis aus meiner Lehrzeit ist, dass Durchhaltevermögen entscheidend ist. Es gab immer wieder Momente, in denen nicht alles wie geplant verlief oder zusätzliche Herausforderungen auf mich warteten. Trotzdem habe ich gelernt, dranzubleiben und Lösungen zu finden.

Ausserdem konnte ich meine Selbstständigkeit stärken, Verantwortung übernehmen und auch unter Druck ruhig bleiben. Diese Fähigkeiten werden mich sowohl im Berufsleben als auch privat weiterhin begleiten.

Empfehle ich die KV-Lehre weiter?

Ja, auf jeden Fall. Die KV-Lehre schafft eine solide Grundlage für den Berufseinstieg und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für die weitere Laufbahn. Die Kombination aus praktischer Arbeit im Betrieb und theoretischem Unterricht macht die Ausbildung abwechslungsreich und vielseitig.

Wer offen für Neues ist, Verantwortung übernehmen möchte und bereit ist, sich weiterzuentwickeln, kann während der KV-Lehre sehr viel lernen. Deshalb würde ich diese Ausbildung anderen Jugendlichen jederzeit empfehlen.